Aktuelles aus dem Rathaus von Möhnesee

Wie geht es sich in Möhnesee? Großer Fußverkehrs-Check

von MöhneReport

Workshop für alle in der Möhneseehalle. Begehungen in Körbecke und Delecke

KI-generiertes Symbolbild
KI-generiertes Symbolbild

Möhnesee/Köln. Welche Probleme gibt es? Wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen? Wo fehlt Platz? Wo könnte ein Zebrastreifen beim Queren einer Straße helfen, wo eine Ampel? Darum soll es gehen bei einer breit angelegten Untersuchung des Landes. Möhnesee darf mitmachen.

Auftakt in der Möhneseehalle
Am Dienstag, 14. Juli gibt es eine Auftaktveranstaltung in der Schützenhalle in Körbecke. Zum Workshop sind alle eingeladen: Genau hier gehört hin, was man schon immer anmerken wollte. Dass bei Griesen vors Hotel ein Zebrastreifen hingehört, zum Beispiel. Damit nicht doch irgendwann mal jemand umgefahren wird: Ein lange bekanntes Problem.

Kommt das Gehen in der Planung zu kurz?
Die Gemeinde Möhnesee schreibt dazu: „Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt, und trotzdem kommt das Gehen in der Verkehrsplanung oft zu kurz. Am Möhnesee soll sich das jetzt ändern: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen Fußverkehrs-Check wurde die Gemeinde vom Verkehrsministerium des Landes NRW und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmer ausgewählt. Nachdem Landesverkehrsminister Krischer Möhnesees Bürgermeister Wolf Blesken am 23. April 2026 die Teilnahme-Urkunde verliehen hat, geht es nun mit dem Auftaktworkshop am 14. Juli in Körbecke an die Praxis. Zu dem Workshop sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Möhnesee herzlich eingeladen, gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Verbänden die Belange der Fußgängerinnen und Fußgänger zu diskutieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.“

Gemeinsamer Einsatz für Fußgängerinnen und Fußgänger
Hinter dem Fußverkehrs-Checks steht das „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, ein landesweites Unterstützungsnetzwerks für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Möhnesee macht da seit 2022 mit. Katja Naefe, zuständig für Fußverkehrsberatung beim Zukunftsnetz Mobilität NRW, erläutert das praktische Prinzip: „Die Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – vor Ort haben alle die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren.“ 41 Kommunen hatten sich landesweit beworben, Möhnesee und elf weitere bekamen den Zuschlag.

Fachbegleitung und professionelle Auswertung
Ein Fachbüro begleitet und moderiert ein Fachbüro den Prozess und wertet die Ergebnisse aus. Die Gemeindeverwaltung kann darauf konkreten Maßnahmen aufbauen. Für die Gemeinde Möhnesee ist der gesamte Check kostenlos, er wird vom Land NRW gefördert.

Begehungen in Körbecke und Delecke
Am Dienstag, 15. September, findet eine Begehung in Körbecke statt, am 16. September in Delecke. Der Abschluss-Workshop ist geplant für Mittwoch, 18. November. „Buß- und Bettag“ steht für den Tag im Kalender.


Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist ein Netzwerk, das Kommunen berät und dabei unterstützt, mithilfe eines Kommunalen Mobilitätsmanagements nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Das Ziel: attraktive und nachhaltige Mobilitätsangebote für Kommunen und eine verlässliche Anbindung der ländlichen Räume an die Städte zu schaffen. Es gibt drei regionale Koordinierungsstellen: Westfalen, Ostwestfalen-Lippe, Rhein-Ruhr und Rheinland. Die Geschäftsstelle ist angesiedelt bei der go.Rheinland GmbH in Köln. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW wird gefördert vom Ministerium für Verkehr Nordrhein-Westfalen und der Unfallkasse NRW.